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Testbericht 4: Janome Skyline S5

Die letzten Wochen als Supertester hatten mich verwöhnt. Hatte ich doch die Créme de la Créme der Näh-Stickkombis zum Ausprobieren hier und auch vorher Nähmaschinen der höheren Preiskategorie bekommen.

In dieser Testrunde brachte mir der Postbote nun die Janome Skyline S5 vom nähPark. Eine grundsolide, erschwingliche Nähmaschine. Gleich zu Beginn meines Berichtes, möchte ich mich hiermit als Janome Fan outen. Neben meinem Doppelleben als Supertester, nähe ich auch privat auf einer Janome, weil ich bei diesem Hersteller einfach vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugt bin. Aus diesem Grund hatte ich auch an die Skyline relativ hohe Erwartungen. Zu Nähen gibt es bei mir ja immer genug, also ran an den Test.

Beim Auspacken macht die Skyline einen sehr soliden Eindruck, wobei sie aber dennoch ein kleines Raumwunder ist, das auch auf einem kleinen Nähtisch seinen Platz findet. Ein kleiner Fußanlasser, mit einem Kabel, das auch lang genug ist, komplettiert den unkomplizierten Erstaufbau.

Typisch für Janome, und in meinen Augen ein großer Pluspunkt, ist das im Lieferumfang enthaltene Zubehörpaket. Die wichtigsten Spezial-Nähfüße, unter anderem der Overlockfuß, Reißverschlussfuß oder auch ein Knopfannähfuß (ich werde nie wieder Knöpfe per Hand annähen 😉 ), liegen bereits bei. Ergänzendes Zubehör, wie Spulen, Nadeln, Nahttrenner etc. sind ebenso enhalten. Ein wirklich gut durchdachtes Komplettpaket.

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Besonders gelungen finde ich die Aufbewahrung dieses Zubehörs direkt an der Maschine. Fast wie von selbst öffnet sich die Klappe des Anschiebetischs und das Zubehör liegt sofort griffbereit. Durch das Snap-on-System ist ein Nähfußwechsel in Sekundenschnelle durchgeführt, der alte Nähfuß wird durch leichten Fingerdruck einfach ausgeklickt und ein neuer lässt sich durch Senken der Halterung ebenso schnell anklicken. Alles ohne große Umbauaktionen.

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Mit nur einem Handgriff ist der Anschiebetisch samt Zubehörfach aber auch abgenommen und gibt so den Freiarm der Maschine für spielend leichtes Säumen frei.

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Doch damit nicht genug, auch auf der Oberseite der Maschine findet sich ein kleines Ablagefach, das ich persönlich ungeheuer praktisch finde, wenn man während eines Nähprojektes zwischen zwei verschiedenen Nähfüßen hin- und herwechseln muss. Beim Nähen einer großen Tasche, habe ich hier immer den Reißverschlussfuß abgelegt und hatte ihn direkt griffbereit, wenn er an der Reihe war. Auf dem Foto ist allerdings gerade der Overlockfuß zu sehen.

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Apropos Tasche, mehrere Schichten Stoff, inklusive Gurtbänder, beschichteter Baumwolle und Paspelband, näht die Maschine ohne Probleme. Das Einnähen von Reißverschlüssen ist die wahre Freude.

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Die Bedienungselemente der Skyline sind sehr übersichtlich an der Front angebracht. Neben der manuellen Start-/Stopp-Taste, die sich statt des Fußanlassers verwenden lässt, findet man hier die Taste zum Rückwärtsnähen sowie den Vernähknopf, einen Schalter für die Nadelposition und die, von mir heiß geliebte, elektronische Fadenschere. Die Nähgeschwindigkeit lässt sich stufenlos mit Hilfe eines Schiebeschalters regeln.

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Das Touchscreen Display ist zwar klein, aber günstig positioniert und absolut ausreichend. Die Bedienung und die Stichwahl ist sehr intuitiv und schnell erlernbar. Individualisierungen der einzelnen Stiche lassen sich ohne Weiteres vornehmen. Ein großer Pluspunkt ist hier die mögliche Stichbreite von bis zu 9 Millimetern, das bieten wirklich nur wenige Haushaltsnähmaschinen.

Hier im Display sieht man auch sehr schön, dass die Maschine direkt eine Empfehlung für den zu verwendenden Nähfuß einblendet. Eine große Erleichterung, gerade auch für Anfänger.

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Für viele sicher am interessantesten, die Stichliste. Neben den haushaltsüblichen Standardstichen, kann die Skyline verschiedene Knopflöcher und zahlreiche schöne Zierstiche. Auch Nähschriften sind direkt mit dabei und lassen sich in beliebiger Folge in der Maschine abspeichern.

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Wenn ich Zierstiche benutze, dann möchte ich selbstverständlich auch, dass sie sauber und akkurat ausgenäht werden. Hier hat mich die Skyline wirklich überzeugt. Ob auf Baumwolle, Jersey oder auch auf schwierigen Stoffen wie dickem Glitzersweat brachte sie ein sehr sauberes Stichbild zustande.

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Das gesamte Shirt habe ich übrigens auf der Skyline genäht, auch der Overlockfuß mit den entsprechenden Stichen liefert hier eine sehr gute Leistung.

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Fast ein Suchbild 😀 Die Saumnaht mit Zierstich ist so sauber geworden, dass sie nahezu unsichtbar ist, auf dem dicken Glitzersweat so aber fast einen zarten 3D-Effekt erzeugt hat.

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Eine weitere große Hilfe beim Nähen dehnbarer Stoffe ist der einstellbare Nähfußdruck per Drehrad. Einfacher geht es nicht.

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Komplettiert wird alles durch einen mitgelieferten Obertransportfuß, mit dem auch schwierige Materialien wie Leder oder Vinyl leicht vernäht werden können. Ein zusätzlicher Garnrollenhalter ermöglicht zudem das Nähen mit Zwillingsnadel und ein optionaler Kniehebel ermöglicht freihändiges Anheben des Nähfußes.

Ihr seht also, bisher habe ich ausschließliche Gutes zu berichten. Der einzige Punkt, der mich störte, ist fast ein Luxusproblem. 😀 Die Skyline hat einen Einhandeinfändler, der an und für sich genau das tut, was er soll, nämlich den Faden ohne größere Umstände einzufädeln. Mir ist es jedoch häufiger passiert, dass ich dabei etwas zu schnell war und der Faden durch die ruckartige Bewegung nicht durch das Öhr gezogen wurde, sondern von der Einfädelhilfe gekappt wurde. Naja, Vorsicht ist halt doch die Mutter der Porzellankiste 😉

Mein Fazit: Die Janome Skyline S5 ist eine hervorragende, alltagstaugliche Nähmaschine, die kaum Wünsche offen lässt. Ohne das Budget zu sprengen, erfüllt sie dabei hohe Ansprüche und liefert wirklich gute Nähresultate. Eine absolut gute Wahl für ambitionierte Anfänger und Vielnäher.

Nachtrag: Nicht zu vergessen, wer in einer kleinen Wohnung eines Mehrfamilienhauses mit dünnen Wänden lebt, der wird mit dieser Maschine super glücklich, denn ich habe bisher auf keiner leiseren genäht.

 

 

*Fotos vom Nähpark

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Testreihe im Rahmen der Supertester-Aktion vom nähPark und enthält Werbung.
Die zuvor genannte.Nähmaschine wurde mir im Testzeitraum entgeltlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider und wird in keinem Fall vom Veranstalter beeinflusst.