nähPark Supertest, Probenähen

Testbericht 5: Bernina 750 QE

Es ist wieder Testbericht-Zeit 🙂 Im letzten Monat hatte ich die Bernina 750 Quilter’s Edition zu Gast und durfte sie ausgiebig testen.

Sowohl rein äußerlich, als auch von ihren Funktionen ähnelt sie sehr der Bernina 580, die ich vor einiger Zeit zum Test hier hatte. Das größte Unterscheidungsmerkmal der 750 ist für mich ihre außergewöhnliche Optik. Mit der Silberfront sieht sie schon sehr solide und edel aus.

Das erste was mir nach dem Aufbau direkt ins Auge stach, sind die überdimensionierten Unterfadenspulen, mit der die Bernina 750 ausgestattet ist. Auf den ersten Blick war ich begeistert über 80% mehr Fassungsvolumen für den Unterfaden, der all zu oft mitten im Nähprojekt zu Ende geht. Aber je weiter der Testzeitraum fortschritt, desto mehr waren diese großen Spulen Segen und Fluch zugleich.

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Ja, der Unterfaden reicht wirklich seeeehr lang, aber was ist, wenn ich mal nur 20 cm mit Kontrastgarn steppen will und den Unterfaden in der gleichen Farbe benötige? Ich will ja nicht jedes Mal die halbe Rolle vom Farbgarn aufspulen müssen. Viel Platz nehmen sie im Aufbewahrungsschränkchen auch noch ein, so dass man sicher nicht sehr viele davon haben würde. Daher habe ich, um ehrlich zu sein, auf das Nähen mit farbigem Unterfaden im letzten Monat komplett verzichtet.

Das eben erwähnte Aufbewahrungsschränkchen ist allerdings ein Highlight. Alle Nähfüße und sämtliches Zubehör lassen sich dort übersichtlich neben der Nähmaschine verstauen, so dass man alles griffbereit hat. Ein Wechsel der Nähfüße ist übrigens einhändig möglich, das geht wirklich ruck-zuck und ohne viel Geschraube über einen kleinen Hebel.

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Kurz noch etwas zur allgemeinen Bedienung. Die Maschine hat sämtliche Bedienelemente leicht zugänglich und übersichtlich an der Vorderseite. Start-/Stopptaste, Fadenschere und Rückwärtsnähtaste befinden sich direkt in der Nähe des Fußes. Darüber ein Schieberegler für die Nähgeschwindigkeit. Die großen Drehknöpfe an der rechten Seite stellen verschiedene Dinge ein, unter anderem die Stichbreite und den Nähfußdruck. Insgesamt alles sehr praktisch und durchdacht.

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Das Display mag für eine Maschine dieser Preisklasse auf den ersten Blick etwas klein erscheinen, aber ich halte es für ausreichend.

Per Fingerdruck lassen sich die einzelnen Stiche blitzschnell anwählen.

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Außerdem – und hier kommt tatsächlich das Mädchen in mir durch 😀 – kann man den Hintergrund noch auf Wunschfarbe einstellen, ein Touchscreen-Druck und schon hatte ich mein liebstes Türkis auch beim Nähen um mich, ganz passend zu meinem Logo. 😉

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Hier oben im Bild könnt ihr mal sehen, welche individuellen Einstellmöglichkeiten die Maschine für ein einzelnes Stichmuster mitbringt. Eine sagenhafte Stichbreite von 9 Millimetern macht tolle Bordüren möglich. Man sollte jedoch immer ein paar Teststiche auf dem jeweiligen Material machen und gegebenenfalls Nähfußdruck und Fadenspannung optimal anpassen um ein wirklich sauberes Stichbild zu erhalten. Hier macht es wirklich Unterschiede ob man gerade dicken Filz oder dünnen, elastischen Jersey unter der Maschine hat.

Hier mal ein Teststückchen aus Filz, damit ihr sehen könnt, was ich meine.

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Einmal die richtigen Justierungen gemacht und die Bernina schnurrt dank einklickbarem Dual-Transport wie ein Kätzchen über jegliches Material. Ganz egal ob dicker Taschenfilz, mehrere Schichten Leder, Baumwolle oder Jersey, ich hatte so gut wie keine Probleme mit dem Maschinchen. Unter anderem sind dabei in wenigen Minuten ein paar süße Mug Rugs entstanden.

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Ein weiteres tolles Feature ist dies hier, ich mag es mal „Idiotensicherung“ nennen 😀 Stellt man einen Stich ein, mit dem man sich mit dem aktuell eingeklickten Fuß die Nadel ruinieren würde oder Schlimmeres, kommt eine automatische Warnung, die den korrekten Nähfuß empfiehlt.

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Und was ich diesen Monat wirklich richtig viel mit dieser Maschine gemacht habe, ist Abschlüsse nicht einfach nur wie gewohnt zu säumen oder Nähte abzusteppen, sondern dies mit Zierstichen zu tun. Daran könnte ich mich echt gewöhnen.P1080369P1080394

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Mein abschließendes Fazit: Die Bernina 750 QE ist eine solide Alleskönner-Maschine, für die unterschiedlichsten Materialien geeignet, mit einer Vielzahl von Zierstichen und Möglichkeiten. Ich war tatsächlich fast rundum zufrieden, einzig das Kabel für das Fußpedal könnte länger sein, sonst stimmt hier einfach das Komplettpaket.

Den BSR-Fuß hat sie, wie die 580, auch wieder mit dabei und den dazu passenden riesigen Durchlass, so dass auch Quilter und Patchworker ihr wahre Freude daran haben sollten. Nicht umsonst ist es eine „Quilter’s Edition“!

 

 

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Dieser Beitrag ist Teil einer Testreihe im Rahmen der Supertester-Aktion vom nähPark und enthält Werbung.
Die zuvor genannte.Nähmaschine wurde mir im Testzeitraum entgeltlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider und wird in keinem Fall vom Veranstalter beeinflusst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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