Verschiedenes

Testbericht 10: Brother Innov-is V3

Es ist tatsächlich vorbei! Heute kommt mein allerletzter Supertester-Bericht, unfassbar.

Mein letztes Testmaschinchen war für mich der krönende Abschluss für zehn spannende und lehrreiche Monate und während ich hier sitze und tippe, rattert nebenan die V3 und stickt mir ein paar wunderschöne Motive für meinen ersten Herbstmantel.

Hier ein kurzer Sneak Preview 😉

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Bevor ich jetzt erzähle, was ich von der V3 halte, muss ich einmal kurz ausholen und zum vergangenen September zurück kehren. Damals habe ich, völlig unbedarft, meine Bewerbung als Supertester zum Nähpark geschickt und bis dahin noch nie eine Stickmaschine aus der Nähe gesehen gehabt. Als ich dann tatsächlich ausgewählt wurde – was für mich auch heute noch unglaublich ist – wurde es schnell ernst. Der Nähpark hat den Testern nämlich solch ein großes Vertrauen entgegen gebracht, dass auch ein paar absolute Stickneulinge darunter waren, die noch nie etwas von Stickvliesen, Sprühzeitkleber, Einspannen oder ähnlichen Dingen gehört hatten. Man sah die Stickprofis unter den Testern zu diesem Zeitpunkt bereits die Hände über dem Kopf zusammenschlagen 😉

Doch mit dem Sticken ist es wie mit dem Fahrradfahren. Man freut sich darauf etwas cooles, Neues zu lernen, hat aber auch gleichzeitig Angst. Dann macht man, unter Anleitung, seine ersten vorsichtigen Versuche, verzeichnet kleine Erfolge, fällt mal richtig auf die Nase, aber irgendwann weiß man was man tut und wenn man den Bogen einmal raus hat, wird man auch mutiger und wagt sich an größere Projekte.

So ging es zumindest mir selbst und als nun die V3 letzten Monat bei mir ankam, freute ich mich so richtig darauf, ich habe nämlich absolut meinen Spaß am Sticken gefunden, denn ich finde die Möglichkeiten der Dekoration so vielseitig! Dazu später mehr.

Jetzt erst einmal zur Maschine selbst. Die Brother Innov-is V3 ist eine reine Stickmaschine, ohne Nähfunktion. Das bedeutet, dass man sie als Hobbynäher quasi als zusätzliches Gerät in den Maschinenpark aufnimmt. Für mich, wie ich festgestellt habe, das Nonplusultra. Die bisherigen Stickmaschinen im Test waren Kombigeräte, die auch nähen können. Ich finde das ungeheuer praktisch auf wenig Platz, doch wenn man viel Platz hat (und ich genieße seit kurzem den Luxus eines eigenen Kreativzimmers), dann sind zwei spezialisierte Maschinen für mich die richtige Wahl. Während ich auf der einen sticke, kann ich an der anderen schon Näharbeiten vorbereiten und spare so viel Zeit. Ich finde das super.

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Die V3 kommt mit einem großen, brillianten Farbdisplay mit Touchfunktion, über das sämtliche Einstellungen vorgenommen werden. Am Bildschirm kann man sämtliche Stickvorlagen editieren, ob spiegeln, skalieren oder andere Motive hinzufügen, alles ist recht intuitiv bedienbar und schnell eingestellt.

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Warnmeldungen werden sowohl im Bildschirm, als auch durch ein akustisches Signal angezeigt, so dass man jederzeit eingreifen kann.

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Super ist auch die hervorragende LED-Beleuchtung, die das Stickfeld komplett ausleuchtet.

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Ein paar wenige Funktionstasten auf der Vorderseite der Maschinen bieten eine automatische Fadenschere, Stickfußabsenkung und den Einfädelmechanismus.

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Im Lieferumfang sind zwei Stickrahmen enthalten, ein kleiner und ein sehr großer mit einer Stickfläche von 18 x 30 cm, womit auch großflächige Designs möglich sind. Ich würde mir zusätzlich noch einen mittelgroßen Rahmen wünschen, aber den kann man vielleicht auch als Zubehör erwerben. Da muss ich noch einmal recherchieren 😉 Der große Rahmen tut dem Stickbild übrigens keinen Abbruch, denn hier hat mich die V3 voll überzeugt. Wirklich ausnahmslos jede Stickerei, die ich mit ihr gemacht habe, ist fehlerfrei durchgelaufen, sieht man einmal von ein paar vereinzelten Oberfadenrissen ab.

Apropos, ein Ober- und ein Unterfadenwächter melden prompt den Status, wenn etwas nicht stimmt, so dass eigentlich nichts schief gehen kann. Ein separater Spulermechanismus ermöglicht zudem das Aufspulen des Unterfadens ohne den Stickvorgang unterbrechen zu müssen. Hierbei empfand ich es lediglich als lästig, dass man beim Sticken im großen Rahmen diesen abnehmen musste, um an die Spulenaufbewahrung heranzukommen. Daran kann man sich aber gewöhnen.

Die V3 bringt einige integrierte Designs und Schriften mit. Ich selbst habe eine Schrift mit Blumenranken ausprobiert und auch hier bin ich sehr zufrieden.

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Top fand ich bei der V3, dass vieles vollautomatisch läuft. Der Einfädler funktioniert völlig selbsttätig auf Knopfdruck und auch die Sprungstiche werden ohne weiteres Zutun völlig selbständig und sauber geschnitten. Ein sehr komfortables Arbeiten.

Zu guter Letzt komplettiert ein USB-Anschluss die Möglichkeiten der V3, so dass sich jedes Wunschmotiv auf dieser Stickmaschine umsetzen lässt. Und das habe ich getan 🙂 Ich zeige euch gleich noch ein paar Beispiele.

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Mein Fazit: Wenn ich mir aus den insgesamt zehn Testmonaten eine Maschine aussuchen dürfte, dann würde meine Wahl auf diese Brother Stickmaschine fallen. Dies liegt zum Einen natürlich an der V3 selbst, zum anderen aber auch daran, dass ich bereits eine hochwertige Nähmaschine besitze, mit der ich auch sehr zufrieden bin und einfach keine Kombimaschine brauche.

Wer also auf der Suche nach einer guten Stickmaschine ist, und bereit ist ein paar Euro mehr zu investieren, der ist mit der Brother wirklich gut beraten.

Und hier noch ein paar Dinge, die ich mit der V3 erschaffen habe:

Ein Hemd für meinen Jüngsten.

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Dazu eine Jeans.

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Dann habe ich noch einen alten Polsterstuhl restauriert.

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Und ein Erinnerungskissen genäht.

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Dieser Beitrag ist Teil einer Testreihe im Rahmen der Supertester-Aktion vom nähPark und enthält Werbung.
Die zuvor genannte Nähmaschine wurde mir im Testzeitraum entgeltlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wider und wird in keinem Fall vom Veranstalter beeinflusst.

8 thoughts on “Testbericht 10: Brother Innov-is V3”

  1. Das war bestimmt unglaublich toll, all die verschiedenen Maschinen ausprobieren zu können und Vor- und Nachteile der verschiedenen Modelle zu sehen. Um so schöner, wenn man hinterher feststellt, dass man mit seiner eigenen Nähmaschine total zufrieden ist :). Für mich sind die V3 Berichte total spannend, da ich sie selbst daheim habe, aber keine andere Stickmaschine kenne. Es gibt übrigens auch einen 13x18cm Rahmen, den man sich noch dazu kaufen kann. Da es oft der Rahmen ist, der am meisten genutzt wird, hat Brother ihn wahrscheinlich absichtlich weggelassen ;). Seit kurzem gibt es ja sogar noch ein Upgrade, wodurch der Stickbereich auf 20x30cm vergrößert wird und es sind 2 Rahmen dabei – logischerweise 20x30cm und ein 20x20cm Rahmen – damit kann man dann mit der V3 eigentlich alles sticken, was es so auf dem Markt gibt ;).
    Ich fand am Anfang übrigens auch etwas doof, dass man beim Sticken im großen Rahmen nicht an die Umterfadenspule kommt. Aber es ist egal, denn wenn man die Spule ausgewechselt hat und die Maschine wieder zurück fährt, muss man spätestens den Rahmen abnehmen – auch den kleinen. Ach ja einen ganz kleinen Rahmen gibt es sogar auch noch. Ich glaube 4x6cm oder so, für kleine Logos oder so auch gar nicht schlecht.
    Du hast super schöne Sachen gestickt, aber muss man ja auch ausnutzen, wenn man die Maschine gerade da hat :).
    Schönes WE und viele liebe Grüße, Tini

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    1. Also erstmal Glückwunsch 😊 tolle Maschine hast du da.

      Ich verstehe jetzt aber nicht so ganz was du für ein Problem damit hast. Du kannst selbstverständlich in jeder Farbe sticken, die du magst, aber natürlich immer nur nacheinander. Bei Farbwechsel musst du ein andersfarbiges Garn einlegen.

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  2. Bin am überlegen, ob ich mir diese Maschine hole, würde gerne wissen welche Zusatzteile dabei sind. Schaue mir bei You tube gerne mal an, was es so gibt, leider ist vieles sehr oft auf Englisch erklärt, sowas auf deutsch findet man sehr selten, vor allem wenn es um die Erklärung der Stickprogramme geht. Würde mir nämlich auch gerne das PE Design Plus kaufen, bin aber am Computer nicht so fit.

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    1. Zusatzteile sind nicht wirklich dabei, der genaue Lieferumfang ist beim Händler des Vertrauens ins Erfahrung zu bringen.

      Ich habe mir zusätzlich noch das Upgrade-Kit mit größeren Rahmen geholt. Ein Stickprogramm habe ich nicht und benötige ich bisher auch nicht.

      Wozu möchtest du es nutzen? Ich würde mir das bei dem Preis sehr gut überlegen, vor allem, wenn du Schwierigkeiten am Rechner hast.

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