Verschiedenes

JUKI MO 735: Testbericht 1 – Erster Eindruck

Ich hatte ja schon beinahe Entzugserscheinungen. Über zwei Jahre ist es nun schon her, dass ich zuletzt einen Testbericht für den Nähpark Diermeier geschrieben habe, doch jetzt, wo ich diese Zeilen tippe, fühlt es sich an, als wär es nur ein paar Wochen her. Inklusive des zu spät abgegebenen Testberichts! Irgendwie verrückt!

In dieser Testrunde ist es jedoch etwas anders, als beim letzten Mal, denn ich teste eine einzige Maschine und das über einen Zeitraum von drei Monaten, so dass ihr dazu von mir auch drei Testberichte bekommen werdet. 

Ich muss allerdings gestehen, dass ich dieses Mal gar nicht so überzeugt war, ja sogar eher skeptisch. Die aktuellen Testobjekte sind allesamt Modelle der Marke Juki. Wenn man mal etwas aufmerksamer durch die Stadt geht, dann kann man hinter fast jedem Schaufenster einer Änderungsschneiderei eine JUKI entdecken, denn die Maschinen haben Industriestandard und wollen nun auch verstärkt den Hobbynäher-Markt erreichen. So weit, so gut. An der Qualität brauche ich also nicht zu zweifeln, doch jetzt kommt das große Aber!

Meine liebste Nähpark-Technik-Fee, Petra, schickt mir doch tatsächlich ein Kombigerät. Mir, wo ich doch nach den letzten Testmonaten überzeugt bin, dass Kombimaschinen nichts taugen, weil sie, meiner Erfahrung nach, nichts richtig gut können, sondern die eine Sache mittelmäßig und die andere Sache auch nicht viel besser. Naja, man hat ja keine Vorurteile, aber zugegebenermaßen habe ich dem Postboten das Paket doch sehr skeptisch abgenommen und machte mich etwas verhalten ans Auspacken der JUKI MO 735, die zugleich Overlock- und Coverstiche beherrschen soll. P1150537

Die erste Überraschung erlebte ich beim Aufstellen, denn sie sieht meiner eigenen Overlockmaschine zum Verwechseln ähnlich und auf Nachfrage erfuhr ich dann auch, dass sie nahezu baugleich sind. Na gut, erste Pluspunkte für die MO 735.  P1150529

Der Aufbau ist sehr schnell erledigt und quasi selbsterklärend. Für den Overlockbetrieb ist sie voreingefädelt, so dass man nur anknoten muss, was ich immer für eine große Erleichterung halte.

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Ich wollte mich aber gleich im Covern versuchen und das bedeutet umbauen.

Meiner Meinung nach, ist das bei Kombigeräten häufig schon der eine Punkt, der den Dingern in meinen Augen das KO gibt, denn nicht selten ist der Umbaumechanismus eine Katastrophe und so ein elendes Gefummel, dass man lieber darauf verzichtet und die Maschine ein Dasein in einer ihrer möglichen Funktionen fristet. Doch auch hier hat mich die Juki positiv überrascht. Die Bedienungsanleitung ist sehr verständlich und es sind nur wenige Handgriffe nötig, um von Overlock- auf Cover-Maschine zu wechseln. Der Nähfuß wird per Klick ausgetauscht, die Auffangschale weicht einer zusätzlichen Auflagefläche, die den Stoffdurchlass erweitert und das Schneidemesser der Overlock wird weg geklappt. P1150531

Jetzt also nur noch umfädeln. Dachte ich! Die drei Nadelfäden richtig einzufädeln ist eine Leichtigkeit, denn der Fädelweg ist auch grafisch sehr schön dargestellt. P1150534

Doch so weit kam ich zu Beginn gar nicht, denn ich verzweifelte am Greiferfaden. Ja, ich wusste, dass es etwas komplizierter ist. Und ja, ich hab mir auch ein Video dazu angesehen, um keinen Fehler zu machen, aber eine fehlerfreie Naht wollte ich einfach nicht hinbekommen und so fing ich echt an, an mir zu zweifeln.

Zumindest so lange, bis ich bemerkte, dass ich von Anfang an doch richtig eingefädelt hatte und ich bloß noch die richtigen Einstellungen für mein Genähtes finden musste. Schon irgendwie peinlich!

Soweit mein erster Eindruck. Inzwischen bekomme ich eine halbwegs vorzeigbare Naht zustande, aber so richtig glücklich bin ich mit der ganzen Sache noch nicht. 

Ich probiere also weiter rum, werde die Coverfunktion noch etwas ausgiebiger testen und später auch die Overlockfunktion. Aber dazu mehr im nächsten Bericht.

 

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Testreihe vom  nähPark und enthält Werbung.
Die zuvor genannte Nähmaschine wurde mir im Testzeitraum entgeltlos zur Verfügung gestellt. Der Bericht spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder und wird in keinem Fall vom Veranstalter beeinflusst.

 

 

 

 

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